
Soli Belp – ein Ort, bevor es kippt
Für Belp. Von Belp.
Unpolitisch. Konfessionslos. Unabhängig.
Soli Belp ist ein Dorfprojekt im Aufbau.
Es schafft einen erreichbaren Ort im Dorf, der entlastet, bevor Situationen eskalieren und teuer werden.
In Belp können rund 2000 Menschen pro Monat eine überraschende Rechnung nicht bezahlen.
Viele Unterstützungsangebote liegen ausserhalb des Dorfs – zu weit, zu teuer, zu spät.
Ein gedeckter Tisch und ein Compi mit Drucker machen den Alltag wieder machbarer.
Ohne Etiketten.

Wie Soli Belp funktioniert
Der Zugang ist klar geregelt:
Wohnsitz in Belp und eine einmalige Klärung der finanziellen Situation im persönlichen Austausch.
Danach gilt Vertrauen.
Im Pilot wird Essen vor Ort angeboten. Perspektivisch kommen Lebensmittel oder Materielles zum Mitnehmen dazu.
Auf Wunsch erfolgt Unterstützung beim Ordnen von Unterlagen, beim Ausfüllen von Formularen und bei administrativen Fragen.
Im Dorf ist vieles vorhanden: Lebensmittel, Materielles, Wissen und Zeit.
Soli Belp verbindet vorhandene Ressourcen mit dem, was konkret gebraucht wird.
Was Soli Belp im Pilot anbietet
Der Pilot vereint drei Elemente, die unmittelbar entlasten:
Gedeckter Tisch
Eine Mahlzeit, die das Budget entlastet und Handlungsspielraum schafft.
Gekocht wird mit dem, was im Dorf vorhanden ist: saisonal, Foodwaste, Spenden.
Compi & Drucker
Briefe öffnen und verstehen. Formulare, Bewerbungen und Mails erledigen.
Fristen klären und Blockiertes in Bewegung bringen.
Beratung & Orientierung
Alltagsfragen klären und nächste Schritte festlegen.
Bei Bedarf Zusammenarbeit mit Fachpersonen aus Recht, Gesundheit, Schule oder Sozialem.
Diese Elemente greifen ineinander und bringen Struktur in belastete Situationen.
Soli Belp ergänzt bestehende Angebote.
Es bezahlt keine Rechnungen und übernimmt keine Schulden.

Warum im Dorf?
Armut kann jede*n treffen. Entscheidend ist, nicht allein zu sein, wenn es passiert.
Was fehlt, ist ein erreichbarer Ort im Dorf, der schnell entlastet und mit vorhandenen Strukturen verbindet.
Soli Belp schliesst diese Lücke.

Pilotstart
Der Pilot startet, sobald drei Grundlagen stehen:
- Verein gegründet
- Team aufgebaut
- Raum verfügbar
Geöffnet wird mit gedecktem Tisch, Compi & Drucker sowie Orientierung.
Der Pilot liefert Erfahrungswerte und schafft Evidenz für die nächsten Schritte.
Finanzierung
Nach der Vereinsgründung erfolgt die Finanzierung über zweckgebundene Spenden.
Nach dem Pilot können ergänzend Fördergelder von Gemeinde, Kanton, Stiftungen oder kirchlichen Fonds geprüft werden.
Soli Belp entwickelt sich schrittweise – orientiert an der Nutzung und an der Bereitschaft im Dorf, Verantwortung zu übernehmen.
Ziel ist eine stabile Jahresfinanzierung für Küche, Infrastruktur und eine kontinuierliche Präsenz im Dorf.
Wohin Soli Belp sich entwickelt
Langfristig entsteht im Dorf ein verlässlicher Ort für Entlastung und Orientierung – mit regelmässigen Öffnungszeiten, gedecktem Tisch, Lebensmittel und Nützliches zum Mitnehmen, Compi & Drucker sowie persönlicher Begleitung.
Keine Behörde. Keine Konkurrenz.
Eine tragende Ergänzung – im Dorf, für das Dorf.
Teamaufbau
Soli Belp entsteht durch Menschen aus Belp.
Einige kochen. Andere ordnen, hören zu, koordinieren oder übernehmen Verantwortung im Verein.
Jede Person entscheidet selbst, wie viel Zeit möglich ist – regelmässig oder punktuell.
Wichtig sind Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein für die Dorfgemeinschaft.

Initiiert von
Soli Belp ist über Jahre an einem Küchentisch in Belp entstanden.
Jetzt wird dieser Ort sichtbar und tragfähig.
Soli Belp wurde initiiert von Madeleine von Fischer, Psychologin und Mutter.
Fachlicher Austausch besteht mit Dr. med. Peter Schönenberger, Hausarzt in Belp, Gründer von Visionary Health Projects.
Der Verein befindet sich im Aufbau.
Kontakt
Fragen, Rückmeldungen oder Interesse am Pilot?
Kontakt über das Formular oder per Mail an: kontakt@soli-belp.ch
Sachspenden bitte erst nach offiziellem Aufruf.
Beleuchtete Ausschnitte aus dem Alltag
Diese Texte zeigen Ausschnitte aus dem Alltag, wie er hier passiert.
Supermarkt
Wo ist Hauri?
Andrea hat Zahnschmerzen.
Ein Einkauf an einem verregneten Abend.
Preise vergleichen, hoffen an der Kasse.
Und Ferien, die keine Erholung sind.
Ein Leben mit Arbeit, Familie und Verpflichtungen.
Alles scheint geregelt.
Bis es das ganz still nicht mehr ist.
Andrea arbeitet im Stundenlohn.
Die Zahnschmerzen werden stärker, das Geld fehlt.
Kündigung kommt und Schulden wachsen.